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1970-1980

Es kommt Bewegung in die Sache, aber keine Hast. Bis unsere Junioren & Damen erstmals in die Hosen steigen, dauert es noch ein paar Jahre. Trotzdem: Hauptmerkmal dieser Dekade war das Wachstum des Klubs, das parallel zur Weiterverbreitung des Basketballs auch in unserer Region lief.

Tatsächlich, Basketball erlebte einen ersten Boom in der Ostschweiz. Der 1972 aus dem NOB entstehende BVZ stockte demzufolge die Meisterschaft mit einer 3. Liga und schon wenig später mit einer 4. Liga auf (1973 nahm übrigens auch der BC KZO erstmals an der Meisterschaft teil). Das relativiert natürlich die früheren 1. Liga Anwesenheiten unseres Clubs, weil bis 1972, verglichen mit heute, viel weniger Vereine in tieferen Ligen mitwirkten.

In eben dieser 1. Liga spielten wir mit einem Jahr Unterbruch von 1970 bis 1974. Der Ertrag war frustrierend gering, nur gegen die 2 Teams von Zürich und Baden gabs ausnahmsweise einmal einen Erfolg. Sonst setzte es Niederlagen in Serie ab, gegen Klubs wie Küsnacht, St. Otmar, Swissair, Reussbühl etc.. Damals waren mit Baden und Zürich übrigens Mannschaften unserer Region auch in den Nationalligen vertreten.

Durch Umstrukturierungen der Liga fand sich die 1. Mannschaft dann 1976 plötzlich in der 3. Liga wieder, aus der sie nach 2 erfolglosen
Anläufen 1978 als 3. Ligameister wieder aufstieg.

Ab 1972 verteilten sich die Aktivitäten aber auf immer mehr Mannschaften:

  • 1972 Gründung der Seniorenmannschaft
  • 1974 Teilnahme der ersten Juniorenmannschaft an der BVZ
    Juniorenmeisterschaft (Erstaunlicherweise sind mehr
    Mädchen als Knabenteams gemeldet worden - nämlich
    24 zu 17)
  • 1975 Die erste Rütner Juniorinnenmannschaft startet und wird
    7. von 11 Teams

1976 Start der Damenmannschaft in die BVZ Meisterschaft. Sie rekrutiert sich aus den Juniorinnen A sowie Chr. Benz und
Irene Flaim, 2 Spielerinnen die früher bei BCZ u. La Chaux-de-Fonds gespielt hatten, welche sich bald als Teamstützen entpuppten.

Durch die Schulsportkurse für Basketball an der Oberstufe Rüti entwickelte sich die Juniorenbewegung sehr erfreulich.

1979/80 Die Damen spielen bereits in der 1. Liga! Über diesen raschen Aufstieg der Damenmannschaft liegen leider keine Zahlen vor, immerhin ist die erste Mannschaft von 1976 samt Trainer und damaligen Präsident aber fotographisch verewigt.

Einige bemerkenswerte Notizen aus dieser Zeit

Basketballschuhe konnten in den frühen 70er Jahren in unseren Sportgeschäften noch nicht erworben werden. Hr. Binz, Pilot und Spieler bei Swissair nützte dies zu einem lukrativen Handel, indem er bei seinen USA Flügen auf Einkaufstour ging und den BVZ mit roten oder weissen All Star Converse Schuhen eindeckte. Diese einzigen Basketschuhe gibts heute wieder als Dance Floor Requisit und zeichnen sich durch ein Fehlen von jeglicher "Sohlendämpfung" aus. Zwischen Fuss und Boden lagen ca. 2mm Kautschuk ungepuffert. Verbesserungen kamen erst mit
dem Boom ab ca. 1976 auf den Markt,

Die Mitgliederbeiträge 1976:
Junioren Fr. 24.-, Damen Fr. 40.-, Herren Fr. 84.-
Gesamtbudget ca. Fr. 4500.-
Mitglieder ca. 60 / Passive und Gönner gabs noch lange nicht.

Bis und mit Saison 1978/79 trugen wir alle Spiele und Trainings im Ferrach aus. Erst 1979/80 zügelten wir wehmütig in die Schwarz.

Das leide Thema - wie kommt ein Club zu genügend Schiris - war schon immer aktuell. In den 70ern waren sogenannte Hilfsschiri gross in Mode, die mit einem Minimum an Ausbildung und Ausrüstung (nicht einmal graue Leibchen mussten es sein) auf die unteren Ligen losgingen.

Besonders wichtige Leute für unseren Verein in diesen Jahren: Wädi Nievergelt als Präsident und Trainer (Damen, Junioren),
Felix Immler als Trainer (Herren, Junioren), Christiane Benz als Trainerin (Damen), Hugo Honegger als Schiri!

In dieser Dekade hatten andere, die noch lange Zeit aktiv waren, ihre ersten Auftritte; Z.B. Richard Johl (der uns älteren in der
Garderobe jeweils mit AC/DC ärgerte) oder der enorm langmähnige Martin Speckert sowie Jean Marc Grindotto, der uns allerdings in Richtung Vevey (Nat. A) und Nationalmannschaft verliess.